Warum kopieren klug macht

„Gute Künstler kopieren. Großartige Künstler stehlen. Und wir haben immer schamlos gute Ideen geklaut.“ – Steve Jobs

Kopieren gilt in unserer Gesellschaft als etwas, was man nicht tut. Designerklamotten? Peinlich. Coverbands? Überflüssig. Geschäftsideen? Fast kriminell. Nur Innovation bringt Gesellschaft und Wirtschaft voran- so das Mantra.

Dabei gäbe es uns ohne Kopieren gar nicht. Unsere Vorfahren haben ihre Geistesblitze meist brüderlich geteilt, Erfindungen und neue Ideen breiteten sich im direkten Umfeld rasch aus: Hatte einer etwa eine gute Idee, dann begann die gesamte Sippe ihre Gewohnheiten umzustellen.

Es ist aber das Erfolgsrezept des Menschen, sich auf die Schultern seiner Mitmenschen zu stellen, ihre Errungenschaften zu kopieren und sie zu verfeinern. Gottlieb Daimler konnte beispielsweise bei der Erfindung des Autos auf bereits jahrelang verbesserte Kutschen und Motoren zurückgreifen.

Doch wenn Kopieren so erfolgreich ist- was ist dann so verwerflich daran? Der schlechte Ruf des Nachmachens liegt wohl in seinem parasitären Charakter begründet. Denn Kopieren ist nur unter Voraussetzung erfolgreich, dass es nicht alle machen. Kopisten unter sich entwickeln sich nicht weiter. Viele unserer behandelte CopyCats haben sich nicht weiterentwickelt- bestes Beispiel: StudiVZ.

Vorreiter müssen für ihre Pionierleistungen belohnt werden. Schon in der Antike kamen die Menschen daher auf die Idee des Patentsrechts. Diese Aussicht, mit einer Idee exklusiv Geld zu verdienen, soll Menschen zu neuen Entwicklungen motivieren.

Der Innovationsforscher Dietmar Harhoff sagt: „Imitation ist für eine Volkswirtschaft auch positiv, sie verhindet Monopolstellungen und fördert den Wettbewerb.“ Wann aber ist ein Schutz vor Imitation sinnvoll? Man muss zwischen guter und schlechter Imitation unterscheiden:

Ein Imitator könnte ein Produkt verbessern oder es billiger herstellen als das Original und damit einen großen Nutzen für die Volkswirtschaft liefern. Wenn aber eine chinesische Firma ein Produkt minderwertig nachbaut und dabei auch noch Markenpiraterie betreibt, dann sollte man die Firma und die Endkonsumenten schützen.

Prinzipiell sollte man Branchen mit hohen Innovationskosten patentrechtlich stärker schützen, als Branchen, in denen die Entwicklungskosten für eine Innovation niedriger sind.

Wirklich gute Imitatoren machen ein Produkt besser oder billiger, meistens beides. Apple Mastermind Steve Jobs hat diese Lektion längt gelernt und gibt zu, dass er ausgiebig nachmacht. Im Gegenzug lässt Apple selbst alles schützen, was rechtlich möglich ist.

 

 

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Der beste CEO des Jahres und was Andrew Mason den Samwers voraus hat

Vom Tellerwäscher zum Millionär…. Dies ist wohl der Inbegriff des amerikanischen Traums. Andrew Mason hat diesen Traum für sich wahr werden lassen. Seit dem Erfolg des Live-Shoppingsportals Groupon kennt praktisch jeder Andrew Mason. Doch was für ein Mensch verbirgt sich hinter dieser Erfolgsfigur? Den Rest des Beitrags lesen »

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E-Commerce meets Facebook: Trendthema „Social Commerce“

Ich weiß, unser Blog beschäftigt sich eigentlich mit CopyCats, doch da ich mich nun auf die Social Network Branche spezialisiert habe, komme ich leider nicht drum herum mich intensiv mit Facebook zu beschäftigen.

Diese Woche möchte ich das derzeitige Trendthema „Social Commerce“ aufgreifen, das mich persönlich besonders interessiert, da ich selber eine Idee in diesem Bereich plane demnächst umzusetzen.

Bei Social Commerce geht es prinzipiell um die Zusammenführung des Netzwerkgedankens und des Online Vertriebs. Sinn dieses Konzepts ist es, das Ertragsmodell zu erweitern  und einen neuen Vertriebskanal unter monopolähnlichen Strukturen wie Facebook sie hat zu schaffen.

Immer mehr Unternehmen nutzen soziale Netzwerke nicht nur für ihren Informationsfluss, sondern auch für den Abverkauf. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Unternhemen mit Individuallösungen und Unternehmen mit vorgefertigten Tools bzw. Shop-Applikationen.

Ein erfolgreiches Beispiel für eine fertige Shop-Applikation ist Payvment , das seinen Usern eine „Storefront“ für die eigene Fanpage zur Verfügung stellt. Es macht quasi aus einer reinen Marketing Fanpage einen waschechten Onlines Shop mit dem Ziel, dass der Nutzer Facebook nie mehr verlassen muss, um etwas zu kaufen.

Die Frage ist: Will man das überhaupt? Bei sämtlichen Facebook Aktivitäten sollte auf jeden Fall immer die Kundenzufriedenheit im Vordergrund stehen.

Apropos CopyCats: Auch zu Payvment gibt es bereits eine deutsche (bzw. östereichische) Version: ShopShare!

Individuelle Lösungen der Unternehmen zu Facebookshops sind zumeist minimalistisch gestaltet und bieten nur einen geringen Funktionsumfang. Der Großteil der Firmen nutzt Facebook für als Produktkatalog mit Suchfunktion, wobei die eigentliche Kaufabwicklung dann aber doch auf einer externen Webseite statt findet.

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Jambas Affiliate Programm

Jamba startete zur Unternehmensgründung mit massiven Fernsehwerbefeldzügen, um Neukunden zu akquirieren. Das liegt mittlerweile mehr als zehn Jahre zurück. Das Internet gewann fortwährend an Bedeutung für Anbieter, die Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte suchen. Jamba hat diese Entwicklung Den Rest des Beitrags lesen »

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jamba.de – topprofessionelles Verkaufsportall (Teil2)

Es folgt die Fortsetzung des ersten Teils:

Zum Einloggen wird ein einziges Feld mit der eigenen Handynummer ausgefüllt. Mit dem Häkchen zum Bestätigen der AGB geht es weiter zum

 

Bestellen. Man erhält eine SMS mit einer PIN, die hier eingetragen wird.

 

Fertig. Mit einer zweiten SMS kommt der Link zum Download des gekauften Produktes direkt aufs Handy.

Der ganze Vorgang dauert weniger als eine Minute.

 

 

Cash sooner is preferred to cash later: Lange Zahlungsziele gibt es nicht. Jamba erhält seine Vergütung über den Telefonanbieter, der die Leistung dann über die monatliche Telefonrechnung an den Kunden weiterberechnet oder bei Prepaidtarifen schon im Vorfeld bezahlt bekommen hat. Außerdem Den Rest des Beitrags lesen »

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Unsere Mindmap

Die Mindmap

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Über das Wie und Warum

Im Zuge eines umfassenden Rückblicks unserer Blog- Entwicklung habe ich festgestellt, wie oft ich innerhalb der letzten Monate auf den moralischen Aspekt bezüglich Copycats und Kopieren allgemein zu sprechen gekommen bin. Da wurden Fachbeiträge, Statistiken und subjektive Meinungen vermischt und es entstand ein regelrechtes Wirrwarr.

Deshalb möchte ich noch einmal geordnet festhalten, warum und inwiefern das Thema „kopieren“ immer wieder zu negativen Assoziationen geführt hat: Den Rest des Beitrags lesen »

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Design für ALLE- Kreative Alternative zur PR-Agentur

Ihr habt eine tolle Start-up Idee und wollt eure Innovationen bald online präsentieren/anbieten?

Euch fehlt das technische Know-how um eine Website/Logo professionell zu designen?

Das Kleingeld für eine PR-Agentur ist auch nicht vorhanden?

 

 

Hier kommt eine neuartige Lösung:

12designer.com

ist eine Crowdsourcing Plattform für Auftraggeber und Designer

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E-Commerce – Der Onlinehandel wird immer beliebter – auch wenn Weihnachten ist.

Gerade jetzt wo die Weihnachtszeit vorüber ist, erinnere ich mich an zwei besonders anstrengende Tage im Einkaufszentrum.

Weihnachtsansturm im Einzelhandel

In den letzten Wochen vor Weihnachten sind die von Wetter und Tageszeit fast unabhängigen Shoppingcentren und Malls fast hoffnungslos überfüllt. Man steht Schlange wenn man einen Verkäufer etwas fragen möchte, man steht beim Bezahlen

Schlange, beim Essen zwischendurch und auch bei den WC’s muss man sich anstellen. Eine schöne Vorweihnachtszeit mit angenehmen Shopping stellen sich viele weitaus angenehmer vor und trotzdem suchen scheinbar alle Leute zur selben Zeit die selben Läden und Shops auf. Den Rest des Beitrags lesen »

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Steigender Kaffeekonsum und steigende Kaffeepreise – gut oder schlecht für die Coffeeshops?

Der Deutsche Kaffeeverband veröffentlichte vor Weihnachten zahlen zum Kaffeekonsum in Deutschland für das Jahr 2010. Die Ergebnisse kann man unter Anderem in einem Focus-Artikel nachlesen. Demnach tranken die Deutschen im letzten Jahr im Durchschnitt 150 Liter Kaffee. Das macht 410 Mililiter oder zweineinhalb Tassen pro Tag. Den Rest des Beitrags lesen »

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