Wichtiger als Pornos im Internet – Die sozialen Netzwerke

studiVZ – Profil
Gegründet 11. November
Founder Ehassan Dariani, Dennis Bemman
Mitglieder 17 Millionen (Stand: Juli 2010)
Aufgekauft  Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck
Firma VZnet Netzwerke Ltd.
Sitz Berlin

Unser wohl bekanntestes Social Network StudiVZ wurde am 11. November 2005 von der studiVZ Ltd. gegründet und war angeblich eine Idee von CEO Ehassan Dariani. Bis auf die rote Farbe und dem „Gruscheln“ (was studiVZ sich übrigens patentrechtlich schützen ließ) ähnelte es dem amerikanischen Pendant Facebook sehr. Wie bei Facebook, war die Zielgruppe zu  Beginn auf Studenten beschränkt und konzipiert auf zunächst 2,3 Millionen User. Das neue Studentennetzwerk versuchte es mit weiteren Ablegern in Frankreich, Italien, Spanien und Polen, die aber leider erfolglos blieben und nach 3 Jahren wieder eingestellt wurden. Seit dem konzentrieren sich die VZ Netzwerke ausschließlich auf den deutschsprachigen Raum. Wie jeder weiß sind bei StudiVZ 3x so viele Studenten registriert, wie es überhaupt in ganz Deutschland gibt. Darauf reagierten die VZ Netzwerke mit weiteren Klonen – SchülerVZ und MeinVZ. MeinVZ und StudiVZ sind miteinander verlinkt, d.h. ich kann Freunde in beiden Netzwerken über ein Profil verwalten. SchülerVZ ist aufgrund ihres minderjährigen Klientel nicht verbunden…Soviel zu den Fakten! Vor zwei Jahren die Klage: Facebook ist blau- StudiVZ ist rot. Sonst ist alles gleich! Auch wenn es für alle eigentlich nur eine Frage der Zeit war, ist Facebook laut tatsächlich den Schritt gegangen, StudiVZ zu verklagen. So wie gut alle Features auf StudiVZ seien von Facebook kopiert. Zusätzlich soll StudiVZ illegal Zugriff auf Daten, wie z.B. dem Facebook-Quellcode, gehabt haben. Eine Fehlermeldung bei StudiVZ soll sogar Einblicke in die Arbeit der Programmierer zugelassen haben, die ihrer Anwendung den Namen „Fakebook“ gegeben hatten. Ob das nicht nur ein kleiner Streich war, ist fraglich… Aber ich denke jeder stimmt zu, dass sich die Ähnlichkeiten der beiden Seiten kaum bestreiten lassen! Letztes Jahr haben sich die beiden Parteien wohl geeinigt und ihren Rechtsstreit beigelegt. StudiVZ musste eine unbekannte Summe an Facebook zahlen, mit der nun alle Streitigkeiten in Deutschland erledigt sind. Beide Seiten werden wie bisher weiter betrieben… StudiVZ ist anscheinend mit einem blauen Auge davon gekommen! Wie denkt ihr wird es in Zukunft mit StudiVZ weitergehen? Quellen: Studivz – http://www.studivz.net

Spiegel Online – http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621814,00.html

Chip – http://business.chip.de/news/Facebook-vs.-StudiVZ-Einigung-im-Rechtsstreit_41447601.html

Silas

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  1. #1 von Andrea am Oktober 25, 2010 - 6:12 pm

    Aber hat StudiVZ damit nicht offiziell zugegeben, dass sie FB kopiert haben?

    Zu deiner Frage:
    Ich hab das Gefühl, die VZ-Netzwerke haben zu spät innoviert bzw. weitere Funktionen von FB kopiert. Deshalb sind viele zu FB gewechselt. Außerdem fehlt halt wie du schon schreibst die Möglichkeit international mit anderen vernetzt zu sein. Ich kenn kaum jemanden, der nur bei Studi ist..

  2. #2 von Daniela am Oktober 25, 2010 - 7:57 pm

    @ Andrea: Ich denke so offiziell wird StudiVZ nie zugeben, wenn sie wirklich etwas kopiert haben. Das würde sie vielleicht unbeliebt machen…

    Ich muss dazu sagen, dass es schon richtig ist, wenn du schreibst, das StudiVZ einfach zu spät neue Funktionen integriert. Und dazu kommt noch, dass sie einfach auch weniger präsent sind als Facebook. FB richtet sich an alle Menschen auf der ganzen Welt, während StudiVZ eine „geschlossene Gesellschaft“ bildet, in die nur Nicht-Studenten rein können, wenn sie sich eine „Schein-Immatrkiulation“, also einen nicht echten Studi-Account einrichten.
    Facebook wurde auch hierzulande einfach besser akzeptiert und das liegt im größten Maße an der bereits definierten Zielgruppe und an der Reichweite: World wide web vs. Deutschland ??

  3. #3 von Andrea am Oktober 26, 2010 - 9:17 am

    Aber findest du nicht, dass sie zugegeben haben FB kopiert zu haben, indem sie einen Vergleich akzeptierten. Wenn sie davon überzeugt gewesen wären, dass sie kein Klon von FB sind, dann hätten sie den Streit doch weiterlaufen lassen können? Oder denkt ihr, dass sie dafür einfach nicht das Kapital hatten?

  4. #4 von Silas am Oktober 26, 2010 - 4:29 pm

    Dass sie die Idee geklaut haben, ist ja nicht strafbar. Ideen kann man sich leider nicht schützen lassen. Ich kann natürlich auch nur vermuten, aber ich glaube dass die Strafe, die sie bezahlt haben sich wahrscheinlich auf einige Funktionen bezieht, die StudiVZ von Facebook kopiert hat. Aber Copycats sind ja an sich nicht strafbar…

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