Interessanter Umgang mit „schlechter Presse“

Daniela beschrieb ja diese Woche in ihrem Blog die Marketingmethoden von Zalando, die ja scheinbar nicht überall Anklang finden.  Ich möchte mich thematisch daran anlehnen, denn als ich gerade neue Recherchen für meinen Blog zu Groupon anstellen wollten, stieß ich auf einen Blog, in dem sich über das aggressive Marketing von Groupon und Zalando beschwert wird.

http://blog.cultstyles.de/2010/10/15/hilfe-ich-werde-verfolgt-oder-warum-zalando-und-groupon-unendlich-nerven/

Wirklich interessant an dieser Stelle ist allerdings die Reaktion von Groupon auf diesen Beitrag.

 

 

 

 

 

 

 

http://blog.groupon.de/2010/11/04/wir-sind-erschuttert/

Jetzt könnte man daraus schlussfolgern, dass es sich manchmal lohnt negative Schlagzeilen ins Netz zu stellen, denn zumindest geht der Kritiker nicht leer aus. Für mich ist die Art damit umzugehen jedoch ein klarer Pluspunkt für Groupon und das war es wohl nicht, was der Blogger mit seinem Beitrag erreichen wollte.

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  1. #1 von Andrea am November 7, 2010 - 11:04 am

    Hm, gleich für Publicity genutzt. Clever und doch mindestens genauso nervig. Zeigt doch nur, dass sie das nicht ernst nehmen oder? Jetzt mal ganz ehrlich. Ich find die Reaktion ziemlich respektlos gegenüber denen, die sich wirklich genervt fühlen von der ständigen Berieselung.

    Das wird sich sicher auch noch rächen. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass die Zahl derer, die, wie Jan in einem älteren Kommentar ja schon geschrieben hatte, sich von solch aggressiver Werbung eher abschrecken als einladen lassen. Besonders in einem Markt, wie bei Zalando, wo die Konkurrenz nur darauf wartet Kunden abzuwerben.

  2. #2 von Olli am November 8, 2010 - 11:21 am

    Hallo Andrea,

    wir nehmen das schon ernst. Sonst hätten wir uns nicht die Mühe gemacht, einen solchen Blogbeitrag zu schreiben. Dabei haben wir die augenzwinkernde Tonalität des auslösenden Blogbeitrags übernommen.

    Bzgl. der abschreckenden Werbung kann ich nur sagen, dass wir täglich viele neue Kunden darüber gewinnen, die sich freuen, dass sie Groupon entdecken konnten. Leider ist das Remarketing noch nicht so ausgereift, dass alle Bestandskunden unsere Banner nicht mehr sehen. Aber darum nicht mehr zu werben, ist für kein Unternehmen die Alternative – siehe zum Beispiel Waschmittelwerbung.

    Viele Grüße,
    Olli von Groupon

  3. #3 von Andrea am November 8, 2010 - 3:39 pm

    Hallo Olli,

    ich finde Groupon an sich auch super und hab auch schon mehrmals bei euch bestellt.

    Es sah halt nur nicht so aus, als würdet ihr die „Kritik“ ernst nehmen sondern ins Lächerliche ziehen.

    Gerade bei solch gehypten Unternehmen, die sehr aggressiv Werbung machen, ist man schnell genervt. Natürlich bekommt man als Unternehmen auf diese Weise einen hohen Bekanntheitsgrad und der Erfolg mag euch zu Beginn Recht geben.

    Mit der Zeit werden sich Stimmen wie diese aber sicher vermehren. Siehe Zalando, wo man inzwischen mehr genervt als interessiert ist, wenn Werbebanner über den Bildschirm ziehen.

    Wie hat denn Michael eigentlich auf eure „Entschädigung“ reagiert?

    Viele Grüße
    Andrea

  4. #4 von Olli am November 8, 2010 - 4:06 pm

    Hallo Andrea,

    wir nehmen die Kritik ernst, aber das Grundproblem bleibt. Oder hast du eine Alternative? Ich bin mir sicher, dass die Technik in nicht allzu ferner Zukunft eine Lösung bieten wird.

    Michael hat sich leider noch gar nicht gemeldet. Die Gutscheine sind schon gekauft und ich würde sie ihm gerne schicken, aber trotz direkter E-Mail kam noch keine Antwort.

    Viele Grüße,
    Olli

  5. #5 von maria am November 8, 2010 - 5:36 pm

    Also ich muss sagen, zwischen den Marketingmethoden von Zalando und Groupon ist für mich immer noch ein himmelweiter Unterschied.
    Während Zalando mit kaum zu übertreffender Penetranz auf allen Kanälen wirbt, beschränkt sich Groupon zumindest auf ausgewählte Medien und ich kann selbst steuern wie viel Werbung mich erreicht. Ich bin auch bei Groupon registriert, aber ich kann nicht behaupten, dass ich mit Werbung zugeschüttet werde. Ich bekomme die neusten Deals, aber dafür habe ich mich bewusst entschieden.

    In diesem Zusammenhang empfinde ich die Reaktion auf den Blog von Michael als alles andere als respektlos. Die Kritik wird wahrgenommen und auf eine charmante Art und Weise aufgegriffen, frei nach Mandela „Auch mit einer Umarmung kann man einen Gegner bewegungsunfähig machen“.

    • #6 von Andrea am November 8, 2010 - 5:47 pm

      Hallo Maria,

      ich finde ja auch, dass Groupon wesentlich angenehmer wirbt als zum Beispiel Zalando. Und als Bestandskunde kann ich mich auch über zuviel Emailwerbung nicht beschweren.

      Mit so einer Reaktion hat der Michael sicher auch nicht gerechnet. Von Zalando kam dazu ja wahrscheinlich auch nichts.

      Wenn Olli sagt, dass sie die Kritik ernst nehmen, ist das ja auch okay. Aber das kam halt durch diese Reaktion für mich nicht rüber…

  6. #7 von Andrea am November 8, 2010 - 5:42 pm

    Hallo Olli,

    Wie wählt ihr denn eure Werbepartner aus? Es nervt einfach, dass man mit manchen Unternehmen über deren auffällige Banner geradezu bombardiert wird.

    Wie meinst du das?

    Ich bin mir sicher, dass die Technik in nicht allzu ferner Zukunft eine Lösung bieten wird.

    Viele Grüße
    Andrea

    • #8 von maria am November 8, 2010 - 7:24 pm

      In diesem Zusammenhang wäre es auch interessant zu wissen, wer diese Bannerwerbung bezahlt. Wenn zumindest ein Teil von den anbietenden Unternehmen getragen wird, würde es erklären, warum es bei einigen Unternehmen einfach auffälliger ist.
      Hinzu kommt, dass bestimmte Deals vermutlich auch mehr Käufer ziehen und dementsprechend stärker beworden werden.
      Olli bitte korrigiere mich, wenn ich damit falsch liege.

      • #9 von Olli am November 8, 2010 - 7:29 pm

        Maria, entschuldige bitte, dass ich zu solchen konkreten Fragen bzgl. unserer Online-Marketing-Strategie keine Aussage machen kann.

  7. #10 von Olli am November 8, 2010 - 7:15 pm

    Hallo Andrea,

    ich meine, dass man in Zukunft dank Targeting und Remarketing, die Banner viel besser aussteuern kann. Für Bestandskunden wird dadurch der Werbedruck geringer und Neukunden werden intelligenter beworben.

    Viele Grüße,
    Olli

    • #11 von Andrea am November 9, 2010 - 10:06 am

      Ja das wäre schön… Aber da ich selbst mit Affiliate-Marketing und Co. arbeite, kenne ich die Arten von Bannern und Co., die Advertiser anbieten.

      Und ich kenne die Publisher, die diese Werbemittel auf ihre Websites packen.

      Ich hab ehrlich gesagt nur sehr sehr selten das Gefühl, das die (beide) an intelligenter Werbung überhaupt interessiert sind.

  8. #12 von Daniela am November 8, 2010 - 9:43 pm

    Hallo Olli,
    ich habe den Beitrag erst jetzt komplett gelesen und muss sagen, dass die Kommentare zu Eurem BlogPost mit dem „Entschuldigungsbild“ doch die gleiche Sprache sprechen wie Andrea sie aufgefasst hatte.

    Die Leute haben sich da schon etwas lustig über die ganze Angelegenheit gemacht und scheinbar ist Eure Aktion anders angekommen als ihr das gewollt habt.

    Ich finde es eigentlich ziemlich nett von Euch, dass Ihr Euch so ernsthaft um Eure „unglücklichen“ Kunden kümmert. Aber in der Öffentlichkeit müsste das meiner Meinung nach nicht so Medienwirksam geschehen. So etwas ließe sich doch eigentlich auch mit einer direkten Mail an Michael klären, was vielleicht dazu geführt hätte, dass er in seinem nächsten BlogPost bessere und lobendere Worte für Euch gehabt hätte. Und solch ernst gemeintes Lob von einem Kunden ist doch irgendwie besser oder nicht?

    Trotzdem finde ich es gut, dass Ihr ihn nicht ignoriert habt und einfach damit lebt, das eben der ein oder andere Kunde nicht ganz zufrieden ist. Man kann ja schließlich nicht jeden glücklich machen.

    Viel Erfolg und viele Grüße
    Daniela

    • #13 von maria am November 9, 2010 - 6:01 am

      Hallo Daniela,
      da einer dieser Kommentare im Groupon Blog von mir war, kann ich deinen Eindruck dazu nicht bestätigen. Ich wollte mich nicht über die Angelegenheit lustig machen. Für mich spielte in beiden BlogPosts ein Hauch Ironie mit und dies brachte mich einfach zum Schmunzeln. Ich empfinde diesen Umgang mit Kritik einfach als sehr sympathisch, weil es nicht so sehr von oben herab geschieht, sondern auf gleicher Augenhöhe, mit ähnlichen rhetorischen Mitteln.

      • #14 von Andrea am November 9, 2010 - 10:09 am

        Ich finde ehrlich gesagt, dass es von oben herab war. Auf einer Augenhöhe hätte so ausgesehen, dass man direkt auf die Anschuldigungen und Kritiken von Michael eingeht, entweder als Kommentar auf seinen Post oder per Mail. Aber das was Groupon gemacht hat, war eher ein bloß stellen…

  9. #15 von maria am November 20, 2010 - 8:51 pm

    Wer sich noch immer die Frage stellt, wie wohl Michael auf die Blogantwort von Groupon reagiert hat, hier die Auflösung:

    http://blog.cultstyles.de/2010/11/16/reaktion-von-groupon-city-deal-auf-unseren-blogbeitrag-vom-15-10-2010/

  1. CopyCats gehen in die 3. Runde « German CopyCats

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