alando: Dienstleistung oder Produkt?

Das Geschäftsmodell von alando lässt sich in wenigen Sätzen beschreiben. Die angebotene Dienstleistung war eben wie bei EBay eine Onlineauktionshausplattform  auf der jeder alles dem Meistbietenden verkaufen konnte. Verdienen lässt sich so durch verschiedene Gebührenmodelle. Das Einstellen eines Angebotes ist grundsätzlich kostenfrei, möchte man, dass sich das eigene Angebot von den Anderer abhebt, z.B. durch mehrere Bilder, dann wird das extra berechnet. Eine weitere Möglichkeit ist, dass eine feste Gebühr pro geschlossenem Deal anfällt oder sich eine Provision bezogen auf das Geschäftsvolumen errechnet.

Eine hochfrequentierte Internetplattform ist immer interessant für Firmen, die ihre Werbung an viel besuchten Orten  platzieren möchten und dafür bereit sind, entsprechend zu bezahlen. Andere Internetseiten vergüten das Verlinken ihres Webangebotes, wenn darüber Kundschaft den Weg zu ihnen findet.

Ist das innovativ? Vielleicht fanden das die EBayler, als sie sich das ausgedacht hatten oder diejenigen, von denen sie es abkupferten. Alando hat sicherlich nichts Neues ins Leben gerufen. Darum ging es auch gar nicht, es sollte schließlich ein offener Markt vorbildgetreu erschlossen werden. Was woanders funktioniert, tut es mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der Wiederholung an einem neuen Ort. Warum sollte man hier viel ändern?

Die Wertschöpfung der Unternehmung bestand zunächst aus dem Angebot einer Dienstleistung, die auf dem beschriebenen Weg Einnahmen generierte. Nach dem Verkauf an EBay muss die Wertschöpfung aus Samwersicht aus neu beschrieben werden: Ein vorhandenes und funktionierendes Geschäftsmodell wird perfekt kopiert und auf einem neuen Markt ins Leben gerufen. Mit dem Eingehen auf das Übernahmeangebot wird aus der Dienstleistung ein verkäufliches Produkt. Die Wertschöpfung besteht nun aus der vereinnahmten Marge, also dem erzielten Erlös abzüglich der Investition, die zur Schaffung von alando notwendig gewesen ist.

Advertisements
  1. 4. Woche Copy Cats- 1-monatiges Jubiläum! « German CopyCats
  2. Ebay kauft Brands4friends! Der nächste Diversifikationsversuch? « Coffee in a box

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: