Woran erkennt man einen „schlechten“ Coffeeshop?

Die Bild-Zeitung (verzeiht die Quelle) hat auf ihrer Online-Plattform einen Kaffeetest veranstaltet. Daraus möchte ich einen (kurzen) Absatz herausgreifen, in dem die Zeitung Spar-Tricks von Coffeeshops nennt. In meinen Augen wirken sich genau diese Spartricks auf die Qualität des Kaffee(getränk)s aus. Wenn ihr also einen Coffeeshop betretet, versucht – notfalls durch Fragen – auf diese drei Details zu achten:

1. Billiger Kaffee

Es gibt einige Kaffeesorten, deren geringen Wert man sofort schmeckt. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Gute Coffeeshops suchen ihre Kaffeelieferanten aber sehr genau aus und stellen sich die Röstung nicht selten selbst zusammen oder rösten selbst.

Wenn ihr nicht sicher seid, ob die Kaffeemarke gut ist, googelt sie schnell. Ist ja heute für die meisten kein Problem mehr mit dem Smartphone. Eine gute Übersicht über gute und schlechte Kaffeemarken konnte ich leider nicht finden.

2. Kaffee wird zu dunkel geröstet

Dunkler Kaffee schmeckt intensiver, stärker (dadurch aber nicht besser). Häufig schmeckt er sogar verbrannt, wenn man ihn zu lange röstet. Für die Shop-Betreiber bedeutet intensiver schmeckender Kaffee aber leider oft, dass sie weniger Pulver je Tasse nehmen müssen.

Der Preis pro Tasse sinkt so schnell. Der Kunde erhält nicht nur weniger Koffein sondern auch weniger Geschmack und manchmal sogar Schlimmeres für sein Geld.

3. Vollautomat statt Siebträgermaschine

Einen relativ guten Kaffee-Vollautomaten, der Latte Macchiato, Cappuccino und diverse andere Kaffee(spezialitäten) macht, bekommt man schon für 6.000 Euro. Eine Siebträgermaschine von einem renommierten Hersteller gibt es zum Preis eines Kleinwagens. Natürlich bekommt man sie auch günstiger. Aber die Qualität leidet häufig darunter.

Neben dem Anschaffungspreis spielt auch die bedienende Person eine Kostenrolle. Ein ausgebildeter Barista ist teurer als ein „einfacher“ Verkäufer. Oft muss man ihn sogar selbst schulen. Aushilfen zu finden ist schwerer, besonders dann wenn man eine gleichbleibende Kaffeequalität erreichen möchte.

Ein Vollautomat ist also auf jeden Fall billiger. Die Qualität eines von Hand gemachten Kaffees erreicht er aber nicht.

Wenn ihr diese drei Punkte berücksichtigt, könnt ihr zwar immer noch nicht sicher sein, einen guten Kaffee zu bekommen. Die Frage ob der Ladenbesitzer tatsächlich das Ziel hat guten Kaffee zu servieren, beantworten euch diese Aspekte aber auf jeden Fall.

Was meint ihr, woran erkennt man einen guten Coffeeshop und woran kann man ausmachen, ob hier nur schnelles Geld verdient werden soll?

Quellen

Simone Selonke und Henning Scheffen, 23.11.2010, Der große Kaffee-Test, veröffentlicht: http://www.bild.de/BILD/regional/hamburg/aktuell/2010/11/23/kaffee-test/in-hamburgs-coffee-shops.html, besucht: 13.12.2010, 20:25 Uhr

Preise Vollautomat Melitta bei Gastropolis24.de: http://www.gastropolis24.de/c-688_692_111_3494_3501_3500-Kaffeemaschinen, besucht: 13.12.2010, 20:18 Uhr

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  1. #1 von Alice am Dezember 14, 2010 - 12:07 am

    Hi Andrea,
    Die drei Kriterien decken die wichtigesten Punkte bezüglich der Kaffeequalität ab. Sind sie erfüllt, ist die Wahrscheinlichkeit, einen guten Kaffee zu bekommen schon ziemlich hoch.
    Nun nützt nur leider die beste Kaffeemaschine und die edelste Röstung nichts, wenn die Ressourcen nicht vernünftig eingesetzt werden.
    Wie du schon geschrieben hast, bedient das Personal die von Grund her guten Maschinen oft fehlerhaft, woraufhin das Ergebnis ebenfalls Mängel aufweist. Selbst Leute aus der Gastronomie können häufig noch nicht mal richtig Milch schäumen (sondern fabrizieren einen verbrannten, großblasigen Schaum unter lautem Zischen) oder kennen die Bezeichnung „Barista“ nicht. Angestellte in Coffeeshops werden oft nicht gründlich eingearbeitet und tragen dazu bei, dass man den Espresso ohne Crema und den Cappuccino mit Kakao bekommt (absolutes no-go für einen Barista!). Außerdem kommt hinzu, dass sich viele Coffeeshop- Betreiber nicht bewusst sind, wie wichtig eine gründliche Reinigung der Maschine ist- inklusive Siebreiniger und Blindsiebdurchlauf- und das bitte JEDEN Tag! Ich möchte nicht wissen, wie viele ihre teuren Maschinen schlecht behandeln… Schade drum!
    Aber zum Glück gibt es ja auch genügend Gegenbeispiele, z.B. bei Caras Gourmet Coffee, wo ich noch nie einen schlechten Kaffee serviert bekommen habe!

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