E-Commerce – Der Onlinehandel wird immer beliebter – auch wenn Weihnachten ist.

Gerade jetzt wo die Weihnachtszeit vorüber ist, erinnere ich mich an zwei besonders anstrengende Tage im Einkaufszentrum.

Weihnachtsansturm im Einzelhandel

In den letzten Wochen vor Weihnachten sind die von Wetter und Tageszeit fast unabhängigen Shoppingcentren und Malls fast hoffnungslos überfüllt. Man steht Schlange wenn man einen Verkäufer etwas fragen möchte, man steht beim Bezahlen

Schlange, beim Essen zwischendurch und auch bei den WC’s muss man sich anstellen. Eine schöne Vorweihnachtszeit mit angenehmen Shopping stellen sich viele weitaus angenehmer vor und trotzdem suchen scheinbar alle Leute zur selben Zeit die selben Läden und Shops auf.

So ist das eben im Weihnachtsgeschäft. Der Einzelhandel hat in diesen Tagen gut zu tun und besonders an den verkaufsoffenen Sonntagen – vier davon im Dezember – sind für viele Verkäufer im Einzelhandel mit langen Arbeitszeiten und Stress verbunden.

Tatsächlich hat der Einzelhandel in diesem Jahr deutlich mehr Umsatz aus dem Weihnachtsgeschäft erzielt als noch im Vorjahr. 2009 waren es laut des Handelsverbands Deutschland (HDE) 75 Mrd. Euro. Dieses Jahr rechnet der HDE mit einem Umsatz von 77 Mrd. Euro. Im selben Artikel der Financial Times Deutschland wird auch von 7% Umsatzzuwachs des Onlinehandels im Vergleich zum Vorjahr geschrieben. Die HDE schätzt den Umsatz durch den Onlinehandel auf ca. 5,9 Mrd. Euro.

Besser dran sind dabei diejenigen, die Online bestellen. Denkt man…

Obwohl man Online nicht an der Kasse warten muss und den Shop schneller verlassen kann, fehlt den virtuellen Einkaufsläden doch so einiges. Zum Beispiel kann man da nicht mal schnell einen Verkäufer zu Produktdetails fragen, oder das gewünschte Objekt anfassen oder gar ausprobieren. Nein, im Internet geht das alles leider nicht.

Onlineshopping

Die Vorteile des Online-Shoppings liegen auf der Hand:

  • schneller Preisvergleich
  • 14-tägiges Rückgaberecht
  • kein Warten an Kassen und andere Hindernisse im Geschäft, wie Stockwerk suchen, Regal suchen etc.
  • Lieferung an die Haustür, oftmals gratis
  • Preise sind häufig deutlich günstiger als im Laden, besonders bei Elektronikwaren

Doch gibt es im Internet auch einige Nachteile die von den Kunden durch z.T. neues Einkaufsverhalten ausgeglichen werden:

  • Man kann die Ware nicht anfassen oder anprobieren
  • Es gibt keine Verkäufer die für Fragen bereit stehen

Persönliche Beratung im Einzelhandel

Das „neue“ Einkaufsverhalten der Kunden sieht folgendermaßen aus: Der Kunde informiert sich im Einzelhandel über ein Produkt, vergleicht es vor Ort mit anderen Produkten die ihn interessieren und entscheidet sich dann für das eine oder andere Produkt ohne es dort zu kaufen. Im Internet dann sucht der Kunde gezielt nach dem Produkt, vergleicht Preise und Konditionen, wie z.B. Rückgabezeitraum etc. und kauft es Online.

Dieser Trend des sich verändernden Einkaufsverhaltens wurde von der PriceWaterhouseCoopers – Studie vom Oktober 2010 wobei sie angeben, das ca. 42% der Kunden sich im Einzelhandel über Elektronikwaren informieren und 63% davon das Produkt dann Online einkaufen.

Im Bekleidungs- und Schuhbereich dagegen sieht es etwas anders aus: Da informieren sich Kunden zuerst im Internet (64%) und kaufen dann im Einzelhandel das ein, was sie zuvor recherchiert haben (63%). Das Anprobieren von Kleidung und Schuhen ist ja schließlich ein sehr wichtiger Bestandteil des Kaufs, der bei Elektronikartikeln wegfällt.

Die GFK hat dazu in Kooperation mit Accenture im September 2010 eine Studie durchgeführt, deren Fazit es ist, das vor allem ein sogenanntes Mehrkanalsystem stärker wächst als E-Commerce. Will heißen, dass vor allem standortgebundene Geschäfte die mehr Verkaufskanäle anbieten, in Zukunft steigende Umsätze haben werden. Wenn also ein Kunde sich beispielsweise für Schuhe interessiert, kann er sie vor dem Kauf zunächst im Laden betrachten, anprobieren und dann später, nach einem Preisvergleich, so günstig wie möglich im Internet kaufen.

Dabei ist auch hier ein Unterschied zwischen den Waren zu machen. Bei Elektrogeräten beispielsweise lag der Mehrkanal-Umsatz im Jahr 2009 bei 20%, wobei im Bereich Kleidung nur ein Umsatz von 5% festgestellt wurde.

Am Beispiel des Weihnachtsgeschäft lässt sich das neue Konsumentenverhalten gut beschreiben. Denn besonders zu saisonabhängigen Umsatzzuwächsen kaufen immer mehr Kunden Online ein, nachdem sie sich vorher im Einzelhandel die nötigen Informationen besorgt haben.  Unter anderem um dem Stress beim Einkaufen zu entkommen.

Was denkt Ihr über das „neue“ Einkaufsverhalten der Konsumenten? Findet Ihr den Trend gut oder denkt Ihr er bringt nichts Gutes für die Zukunft – ähnlich wie elektronische Zeitungen unter denen die Verlage leiden. Handelt Ihr ähnlich oder habt Ihr Euch für eine Form des Einkaufens entschieden  – also nur Onlineshopping oder nur im Einzelhandel?

Autor: Daniela

Quellen:

http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:konsumboom-weihnachtsgeschaeft-macht-lust-auf-mehr/50204771.html

http://www.pwc.de/de/handel-und-konsumguter/einkaufen-per-mausklick.jhtml

http://www.gfk.com/group/press_information/press_releases/006594/index.de.html

Bilder:

http://www.merkur-online.de/nachrichten/wirtschaft-finanzen/einzelhandel-erwartetschlechtesweihnachtsgeschaeft-527107.html?cmp=defrss

http://www.einslive.de/magazin/specials/2007/05/img/onlineshopping_dpa_g.jpg

http://www.sportscheck.com/is-bin/intershop.static/WFS/Sportscheck-SportscheckDe-Site/-/de_DE/imagesOnline/unternehmen/azubis/azubi_beratung.jpg

 

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