Über das Wie und Warum

Im Zuge eines umfassenden Rückblicks unserer Blog- Entwicklung habe ich festgestellt, wie oft ich innerhalb der letzten Monate auf den moralischen Aspekt bezüglich Copycats und Kopieren allgemein zu sprechen gekommen bin. Da wurden Fachbeiträge, Statistiken und subjektive Meinungen vermischt und es entstand ein regelrechtes Wirrwarr.

Deshalb möchte ich noch einmal geordnet festhalten, warum und inwiefern das Thema „kopieren“ immer wieder zu negativen Assoziationen geführt hat:

Man stelle sich vor, man selber hat eine wahnsinnig innovative Idee, setzt diese um und erzielt dadurch große Erfolge. Wenig später finden sich Nachahmer der eigenen Idee, die wiederum ebenfalls erfolgreich sind, zumindest in der ersten Zeit. Dieses Scenario würde jeden von uns erzürnen.

Eine andere Situation wäre gegeben, wenn ich bemerke, dass es jemanden gibt, der meine Idee bzw. Geschäftsmodell in Gebieten umsetzt, in die ich aus geografischen,  kulturellen oder ähnlichen Gründen keinen Zugriff habe. Meine Idee wird als Vorbild und Orientierung verwendet, viele Aspekte aber variiert und den individuellen Gegebenheiten angepasst. Diese  Konstellation würde man selbst, als Gründer also, eher als ein Indiz für Erfolg betrachten, da es anscheinend viele Personen gibt, die von meiner Idee begeistert sind und in Verbindung mit der eigenen Kreativität etwas Ähnliches erschaffen.

Entscheidend ist also das WIE und WARUM.

WARUM möchte ich eine Geschäftsidee kopieren? Um dem Kunden einen weiteren Nutzen zu verschaffen? Um erfolgsversprechende Dienstleistungsangebote anderen Ländern zugänglich zu machen? Weil ich mit Leib und Seele von dieser Idee überzeugt bin? Um einen Beitrag zu leisten, damit die Welt ein besserer Platz zum Leben wird (so kitschig es auch klingt) ?

Oder deshalb, weil die „Mutter-Idee“ extrem gewinnbringend ist und ich schnell, einfach und risikolos ein paar Millionen scheffeln will?

Und WIE setze ich dieses Vorhaben um? Nutze ich die Idee als Vorbild und Orientierung und verfeinere es mit meiner eigenen Gestaltungskraft? Passe ich das Modell so an, wie es für meinen Kundenkreis am benutzerfreundlichsten ist?  Stehe ich voll und ganz hinter dem Vorhaben und bereichere es durch Kreativität und Einfallsreichtum?

Oder mache ich eine 100%- Kopie da ich kein Genie bin, meine Phantasie zu wünschen übrig lässt und das Wohl des Kunden für mich zweitrangig ist?

Inspiration sind erneut die Werke von Guy Kawasaki, über den wir schon mehrmals berichteten.  Bezüglich dieses moralischen Aspektes gibt es einen tollen Ausschnitt eines Vortrags von ihm, in dem genau die vorangegangenen Punkte angesprochen werden:

Gute Produkte/Dienstleistungen, die der Menschheit Vorteile bringen, werden überleben bzw. erfolgreich werden, seien es  Copycats oder  totale Innovationen. Wenn „gute“ Intentionen der Ausgangspunkt für eine Unternehmensgründung sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen Zukunft hat, relativ hoch. Klingt leicht esoterisch, doch Guy Kawasaki kann diese Gedanken anschaulich und glaubhaft kommunizieren.

Würden sich mehr Menschen an diese einfachen Verhaltensregeln halten, wäre die Welt vermutlich wirklich „a better place“.

Kawasaki formuliert diese Grundanschauung in dem Kapitel „Be a Mensch“, hier der Videoausschnitt dazu:

Ich hoffe, dass für jeden die Verbindung zu Entrepreneurship und eben auch dem Thema Copycats ersichtlich ist.

 

Quellen:

http://www.youtube.com/watch?v=eKtEhFv75_E&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=8KWSRJu_Q7g&feature=related

http://blog.guykawasaki.com/#axzz16z79b2yM

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