Archiv für Februar 2011

Warum kopieren klug macht

„Gute Künstler kopieren. Großartige Künstler stehlen. Und wir haben immer schamlos gute Ideen geklaut.“ – Steve Jobs

Kopieren gilt in unserer Gesellschaft als etwas, was man nicht tut. Designerklamotten? Peinlich. Coverbands? Überflüssig. Geschäftsideen? Fast kriminell. Nur Innovation bringt Gesellschaft und Wirtschaft voran- so das Mantra.

Dabei gäbe es uns ohne Kopieren gar nicht. Unsere Vorfahren haben ihre Geistesblitze meist brüderlich geteilt, Erfindungen und neue Ideen breiteten sich im direkten Umfeld rasch aus: Hatte einer etwa eine gute Idee, dann begann die gesamte Sippe ihre Gewohnheiten umzustellen.

Es ist aber das Erfolgsrezept des Menschen, sich auf die Schultern seiner Mitmenschen zu stellen, ihre Errungenschaften zu kopieren und sie zu verfeinern. Gottlieb Daimler konnte beispielsweise bei der Erfindung des Autos auf bereits jahrelang verbesserte Kutschen und Motoren zurückgreifen.

Doch wenn Kopieren so erfolgreich ist- was ist dann so verwerflich daran? Der schlechte Ruf des Nachmachens liegt wohl in seinem parasitären Charakter begründet. Denn Kopieren ist nur unter Voraussetzung erfolgreich, dass es nicht alle machen. Kopisten unter sich entwickeln sich nicht weiter. Viele unserer behandelte CopyCats haben sich nicht weiterentwickelt- bestes Beispiel: StudiVZ.

Vorreiter müssen für ihre Pionierleistungen belohnt werden. Schon in der Antike kamen die Menschen daher auf die Idee des Patentsrechts. Diese Aussicht, mit einer Idee exklusiv Geld zu verdienen, soll Menschen zu neuen Entwicklungen motivieren.

Der Innovationsforscher Dietmar Harhoff sagt: „Imitation ist für eine Volkswirtschaft auch positiv, sie verhindet Monopolstellungen und fördert den Wettbewerb.“ Wann aber ist ein Schutz vor Imitation sinnvoll? Man muss zwischen guter und schlechter Imitation unterscheiden:

Ein Imitator könnte ein Produkt verbessern oder es billiger herstellen als das Original und damit einen großen Nutzen für die Volkswirtschaft liefern. Wenn aber eine chinesische Firma ein Produkt minderwertig nachbaut und dabei auch noch Markenpiraterie betreibt, dann sollte man die Firma und die Endkonsumenten schützen.

Prinzipiell sollte man Branchen mit hohen Innovationskosten patentrechtlich stärker schützen, als Branchen, in denen die Entwicklungskosten für eine Innovation niedriger sind.

Wirklich gute Imitatoren machen ein Produkt besser oder billiger, meistens beides. Apple Mastermind Steve Jobs hat diese Lektion längt gelernt und gibt zu, dass er ausgiebig nachmacht. Im Gegenzug lässt Apple selbst alles schützen, was rechtlich möglich ist.

 

 

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Der beste CEO des Jahres und was Andrew Mason den Samwers voraus hat

Vom Tellerwäscher zum Millionär…. Dies ist wohl der Inbegriff des amerikanischen Traums. Andrew Mason hat diesen Traum für sich wahr werden lassen. Seit dem Erfolg des Live-Shoppingsportals Groupon kennt praktisch jeder Andrew Mason. Doch was für ein Mensch verbirgt sich hinter dieser Erfolgsfigur? Den Rest des Beitrags lesen »

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E-Commerce meets Facebook: Trendthema „Social Commerce“

Ich weiß, unser Blog beschäftigt sich eigentlich mit CopyCats, doch da ich mich nun auf die Social Network Branche spezialisiert habe, komme ich leider nicht drum herum mich intensiv mit Facebook zu beschäftigen.

Diese Woche möchte ich das derzeitige Trendthema „Social Commerce“ aufgreifen, das mich persönlich besonders interessiert, da ich selber eine Idee in diesem Bereich plane demnächst umzusetzen.

Bei Social Commerce geht es prinzipiell um die Zusammenführung des Netzwerkgedankens und des Online Vertriebs. Sinn dieses Konzepts ist es, das Ertragsmodell zu erweitern  und einen neuen Vertriebskanal unter monopolähnlichen Strukturen wie Facebook sie hat zu schaffen.

Immer mehr Unternehmen nutzen soziale Netzwerke nicht nur für ihren Informationsfluss, sondern auch für den Abverkauf. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Unternhemen mit Individuallösungen und Unternehmen mit vorgefertigten Tools bzw. Shop-Applikationen.

Ein erfolgreiches Beispiel für eine fertige Shop-Applikation ist Payvment , das seinen Usern eine „Storefront“ für die eigene Fanpage zur Verfügung stellt. Es macht quasi aus einer reinen Marketing Fanpage einen waschechten Onlines Shop mit dem Ziel, dass der Nutzer Facebook nie mehr verlassen muss, um etwas zu kaufen.

Die Frage ist: Will man das überhaupt? Bei sämtlichen Facebook Aktivitäten sollte auf jeden Fall immer die Kundenzufriedenheit im Vordergrund stehen.

Apropos CopyCats: Auch zu Payvment gibt es bereits eine deutsche (bzw. östereichische) Version: ShopShare!

Individuelle Lösungen der Unternehmen zu Facebookshops sind zumeist minimalistisch gestaltet und bieten nur einen geringen Funktionsumfang. Der Großteil der Firmen nutzt Facebook für als Produktkatalog mit Suchfunktion, wobei die eigentliche Kaufabwicklung dann aber doch auf einer externen Webseite statt findet.

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Jambas Affiliate Programm

Jamba startete zur Unternehmensgründung mit massiven Fernsehwerbefeldzügen, um Neukunden zu akquirieren. Das liegt mittlerweile mehr als zehn Jahre zurück. Das Internet gewann fortwährend an Bedeutung für Anbieter, die Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte suchen. Jamba hat diese Entwicklung Den Rest des Beitrags lesen »

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