Der beste CEO des Jahres und was Andrew Mason den Samwers voraus hat

Vom Tellerwäscher zum Millionär…. Dies ist wohl der Inbegriff des amerikanischen Traums. Andrew Mason hat diesen Traum für sich wahr werden lassen. Seit dem Erfolg des Live-Shoppingsportals Groupon kennt praktisch jeder Andrew Mason. Doch was für ein Mensch verbirgt sich hinter dieser Erfolgsfigur?

Auf der offiziellen Internetpräsenz von Groupon stellt sich auch Andrew Mason vor. Andrew Mason enthüllt, dass nicht all diese Angaben der Wahrheit entsprechen. So lebt er zwar mit seiner Freundin Jenny Gillespie zusammen, allerdings nicht mit 20 Katzen. Nach einigen Angaben habe er einige Informationen dazu gedichtet, um langweiliger zu wirken. Ein interessanter Ansatz, wo doch die meisten Menschen danach streben eine möglichst interessante Wirkung auf die Menschen auszulösen. Vielleicht macht gerade dies Andrew Mason so interessant, er wirkt noch immer nicht wie der Gründer der schnellst wachsenden Unternehmung aller Zeiten sondern mehr wie der Junge von nebenan.

Doch wie wurde aus diesem Jungen der beste CEO des Jahres?

In Mount Lebanon einem Vorort von Pittsburgh aufgewachsen, zeigte Andrew Mason früh Interesse am Unternehmertum und den gewissen Spürsinn für das Geschäft. Mit 15 rief er Bagel Express ins Leben und belieferte die Nachbarschaft Samstagmorgens mit Bagels. Das kleine Geschäft lief gut, so dass er dieses Sortiment bald um Süßigkeiten erweiterte, die er in Großmengen im Supermarkt kaufte. Nach der Highschool entschied sich Mason für das Studium der Musik und schloss dieses im Jahr 2003 mit dem Bachelor ab. Doch auch wenn ihn die Musik nach eigenen Angaben durchaus prägte, verfolgte er diesen Lebensentwurf nicht weiter. An den Wochenenden ging er seiner Leidenschaft zwar weiterhin nach und arbeitete im Tonstudio von Steve Albini doch im alltäglichen Leben wandelte er auf neuen Pfaden.  Neben seiner Programmierer und Webdesigner Tätigkeit für eine Firma von Eric Lefkofsky begann er mit der Ausarbeitung seiner ersten eigenen Internetpräsenz Policy Tree. Mit diesem Tool sollte der politische Austausch und die Debatte um diese Thematik angeregt werden. Andrew Mason brachte dieses Engagement 2006 ein Stipendium an der University of Chicago Harris School ein. Dieses brach er allerdings bereits nach drei Monaten ab, als ihm Eric Lefkofsky 1 Million Startkapital für den Ausbau seiner Idee bot.

Diese förderungswürdige Idee entstand aus einem Alltagsproblem. Andrew Mason wollte seinen Mobilfunkvertrag kündigen und stieß im Zuge dessen auf einige Hürden. Der Grundgedanke basiere darauf, dass man als Gemeinschaft wesentlich mehr Perspektiven hätte, die eigenen Interessen gegenüber großen Anbietern durchzusetzen und bildete den Grundbaustein für das Konzept für ThePoint.  Nun wirkt dieser Einblick in den bisherigen Lebensweg von Andrew Mason zwar speziell, doch auch wie ein Leben auf der Überholspur.

Tatsächlich musste auch Andrew Mason auf dem Weg zum großen Erfolg einige Rückschläge hinnehmen. So ging das Erfolgsrezept von Groupon aus einer Firma hervor, die an ihren/seinen überzogenen Ambitionen scheiterte. Andrew Mason war verliebt in die Vision hinter ThePoint, sie vermochte ein Brückenschlag zwischen individueller Initiative und kollektivem Handeln zu verwirklichen und auf eine ganz neue Ebene zu transportieren. Er glaubte daran, dass die Plattform alles bewältigen konnte, von Spendenkampagnen für wohltätige Zwecke bis hin zu Bau von Antischneekuppeln über Chicago.

Mason registrierte, dass viele dieses Portal nicht nur für seine idealistischen und politischen Ziele nutzte, sondern dass sich viele zusammenschlossen, um über kollektive Kaufkraft Rabatte zu generieren. Um dieses Potential von ThePoint weiter auszubauen, startete Mason im Herbst 2008 einen kleinen Blog auf WordPress mit dem Namen Groupon. Inhalt war ein Widget, welches über tagesaktuelle Rabattaktionen und Gutscheine informierte. Im Sommer 2009 bekam Groupon unerwartet großen Zulauf, so dass Mason und sein Team aus ihrem Blog eine neue Plattform kreierten. Groupon war geboren und gilt heut als die schnellstwachsende Unternehmung aller Zeiten.

Die Samwers erkannten das Potential dieses Geschäftsmodells, kopierten dieses und gründeten den Klon CityDeal. Das Konzept ging auf und nur ein halbes Jahr nach der Gründung wurde der Klon durch das Original für einen zweistelligen Millionenbetrag übernommen.

Doch wer sind die Samwers die mit CityDeal nicht ihren ersten Clou landeten?

Die Samwers präsentieren sich als zielstrebiger Brüderklan mit dem richtigen Riecher für das erfolgreiche Geschäft. Marc Samwer (geboren 1970) hat Rechtswissenschaften, Oliver Samwer (geboren 1973) Betriebswirtschaftslehre und Alexander Samwer (geboren 1975) hat Volkswirtschaftslehre und Politik in Oxford studiert.

Ihre erste Gründungsidee kam nicht von ungefähr, sie suchten gezielt in Amerika gezielt nach vielversprechenden Geschäftkonzepten, um diese und deren Erfolg auf den europäischen Markt zu überragen. Im Jahre 1999 gründeten die Samwer Brüder ihre erste Firma, das Internet-Auktionshaus alando, um sie nach nur 6 Monaten für knapp 50 Millionen an das Internet-Auktionshaus eBay zu verkaufen.

Angestachelt durch diesen Geniestreich gründeten die Brüder bereits 2000 erneut, diesmal allerdings bereits mit namenhaften Partnern wie Debitel, Media Markt und Saturn an der Seite. Wieder ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten und Jamba wurde schnell zum größten und bekanntesten Anbieter von Klingeltönen in Europa.

Die Firma Jamba wurde 2004 für 273 Millionen Dollar an den US Konzern VeriSign verkauft.  Seit Anfang 2006 betätigen sich die Samwers als Risikokapital-Geber für diverse Internetfirmen wie den YouTube-Klon MyVideo, das Spieleportal bigpoint.com, der Fotodienstleister myphotobook.de, das Studentennetzwerk studiVZ, das europäische Reiseportal trivago, das Handwerks und Dienstleistungs Portal myhammer.de.

Die Samwers gründen, um innerhalb kürzester Zeit zu verkaufen, es geht nicht darum eine Idee zu verwirklichen, sondern nur darum eine möglichst gute Performance zu generieren und die Unternehmung gewinnbringend zu verkaufen.                             Andrew Mason ist hingeben ein Unternehmer der an seine Vision glaub, es geht ihm nicht darum, seine Idee schnellstmöglich an den Erstbesten zu verkaufen, sondern seine Idee zu verwirklichen und seinen Traum zu leben.

Der Erfolg gibt ihm Recht, denn einen Unternehmenswert, wie den von Groupon wird wohl nie ein Samwer-Klon erreichen.

Quellen:

http://www.telegraph.co.uk/technology/google/8173720/Andrew-Mason-the-man-behind-Groupon.html

http://articles.chicagotribune.com/2010-12-05/business/ct-biz-1205-groupon-mason-20101205_1_groupon-web-site-andrew-mason

http://www.chicagobusiness.com/article/20101215/NEWS08/101219924/groupon-gang-learn-more-about-the-4-behind-the-firm#axzz19Nizid00

http://www.future-commerce.de/index.php/crunchies-awards-verleihung/

http://www.chicagomag.com/Chicago-Magazine/August-2010/On-Groupon-and-its-founder-Andrew-Mason/index.php?cparticle=1&siarticle=0#artanc

http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/tid-21266/groupon-chef-mason-wir-werden-teil-ihres-alltags_aid_598061.html

http://faq.naanoo.com/wer-sind-die-jamba-bruder-samwer

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  1. #1 von Sibu am Februar 12, 2011 - 11:03 am

    Sehr schöner Artikel! Ich lerne immer wieder neue Unternehmen kennen, bei denen die Samwer Brüder ihre Finger im Spiel haben.

    Was denkst du wie es mit Andrew Mason weiter gehen wird? Wird er irgendwann doch klein bei geben und Groupon verkaufen? Oder glaubst du, dass sich Groupon gegen Google Offers und Facebook Deals behaupten kann?

  2. #2 von maria am Februar 12, 2011 - 2:10 pm

    Ich denke Andrew Mason wird seinen Weg gehen und Groupon nicht verkaufen, zumindest nicht im klassischen Sinne. Bei diesem rasanten Wachstum wäre wohl ein Exit in Form eines Börsengangs die beste Entscheidung und zur Zeit sieh es ja auch so aus als würde es darauf hinauslaufen. Groupon hat gute Chancen sich am Markt zu behaupten und sich gegen Konkurrenten wie Google Offers und Facebook Deals durchzusetzen, wenn sie weiter bestrebt sind sich einem ständigen Verbesserungsprozess zu unterziehen. Dazu gehört vor allem der Ausbau der mobile Optionen für Smartphones, denn in diesem Segment wird sich die Zukunft entscheiden und Google und Facebook haben bislang deutliche Vorteile in dieser Rubrik.

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