Sibu

Silas schreibt über die bekanntesten CopyCats der Social Network Branche, die versuchen den Erfolg von Facebook zu kopieren. In seinen Artikeln wird er zeigen, warum sie zum Scheitern verurteilt sind und wie es sich vielleicht noch retten können. Silas schreibt freitags.

Startseite: https://germancopycats.wordpress.com

Warum kopieren klug macht

„Gute Künstler kopieren. Großartige Künstler stehlen. Und wir haben immer schamlos gute Ideen geklaut.“ – Steve Jobs

Kopieren gilt in unserer Gesellschaft als etwas, was man nicht tut. Designerklamotten? Peinlich. Coverbands? Überflüssig. Geschäftsideen? Fast kriminell. Nur Innovation bringt Gesellschaft und Wirtschaft voran- so das Mantra.

Dabei gäbe es uns ohne Kopieren gar nicht. Unsere Vorfahren haben ihre Geistesblitze meist brüderlich geteilt, Erfindungen und neue Ideen breiteten sich im direkten Umfeld rasch aus: Hatte einer etwa eine gute Idee, dann begann die gesamte Sippe ihre Gewohnheiten umzustellen.

Es ist aber das Erfolgsrezept des Menschen, sich auf die Schultern seiner Mitmenschen zu stellen, ihre Errungenschaften zu kopieren und sie zu verfeinern. Gottlieb Daimler konnte beispielsweise bei der Erfindung des Autos auf bereits jahrelang verbesserte Kutschen und Motoren zurückgreifen.

Doch wenn Kopieren so erfolgreich ist- was ist dann so verwerflich daran? Der schlechte Ruf des Nachmachens liegt wohl in seinem parasitären Charakter begründet. Denn Kopieren ist nur unter Voraussetzung erfolgreich, dass es nicht alle machen. Kopisten unter sich entwickeln sich nicht weiter. Viele unserer behandelte CopyCats haben sich nicht weiterentwickelt- bestes Beispiel: StudiVZ.

Vorreiter müssen für ihre Pionierleistungen belohnt werden. Schon in der Antike kamen die Menschen daher auf die Idee des Patentsrechts. Diese Aussicht, mit einer Idee exklusiv Geld zu verdienen, soll Menschen zu neuen Entwicklungen motivieren.

Der Innovationsforscher Dietmar Harhoff sagt: „Imitation ist für eine Volkswirtschaft auch positiv, sie verhindet Monopolstellungen und fördert den Wettbewerb.“ Wann aber ist ein Schutz vor Imitation sinnvoll? Man muss zwischen guter und schlechter Imitation unterscheiden:

Ein Imitator könnte ein Produkt verbessern oder es billiger herstellen als das Original und damit einen großen Nutzen für die Volkswirtschaft liefern. Wenn aber eine chinesische Firma ein Produkt minderwertig nachbaut und dabei auch noch Markenpiraterie betreibt, dann sollte man die Firma und die Endkonsumenten schützen.

Prinzipiell sollte man Branchen mit hohen Innovationskosten patentrechtlich stärker schützen, als Branchen, in denen die Entwicklungskosten für eine Innovation niedriger sind.

Wirklich gute Imitatoren machen ein Produkt besser oder billiger, meistens beides. Apple Mastermind Steve Jobs hat diese Lektion längt gelernt und gibt zu, dass er ausgiebig nachmacht. Im Gegenzug lässt Apple selbst alles schützen, was rechtlich möglich ist.

 

 

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E-Commerce meets Facebook: Trendthema „Social Commerce“

Ich weiß, unser Blog beschäftigt sich eigentlich mit CopyCats, doch da ich mich nun auf die Social Network Branche spezialisiert habe, komme ich leider nicht drum herum mich intensiv mit Facebook zu beschäftigen.

Diese Woche möchte ich das derzeitige Trendthema „Social Commerce“ aufgreifen, das mich persönlich besonders interessiert, da ich selber eine Idee in diesem Bereich plane demnächst umzusetzen.

Bei Social Commerce geht es prinzipiell um die Zusammenführung des Netzwerkgedankens und des Online Vertriebs. Sinn dieses Konzepts ist es, das Ertragsmodell zu erweitern  und einen neuen Vertriebskanal unter monopolähnlichen Strukturen wie Facebook sie hat zu schaffen.

Immer mehr Unternehmen nutzen soziale Netzwerke nicht nur für ihren Informationsfluss, sondern auch für den Abverkauf. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Unternhemen mit Individuallösungen und Unternehmen mit vorgefertigten Tools bzw. Shop-Applikationen.

Ein erfolgreiches Beispiel für eine fertige Shop-Applikation ist Payvment , das seinen Usern eine „Storefront“ für die eigene Fanpage zur Verfügung stellt. Es macht quasi aus einer reinen Marketing Fanpage einen waschechten Onlines Shop mit dem Ziel, dass der Nutzer Facebook nie mehr verlassen muss, um etwas zu kaufen.

Die Frage ist: Will man das überhaupt? Bei sämtlichen Facebook Aktivitäten sollte auf jeden Fall immer die Kundenzufriedenheit im Vordergrund stehen.

Apropos CopyCats: Auch zu Payvment gibt es bereits eine deutsche (bzw. östereichische) Version: ShopShare!

Individuelle Lösungen der Unternehmen zu Facebookshops sind zumeist minimalistisch gestaltet und bieten nur einen geringen Funktionsumfang. Der Großteil der Firmen nutzt Facebook für als Produktkatalog mit Suchfunktion, wobei die eigentliche Kaufabwicklung dann aber doch auf einer externen Webseite statt findet.

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David gegen Goliath, wer tritt gegen Facebook an?

In meinen folgenden Artikeln möchte ich gerne eine Wettbewerbs- bzw. Branchenanalyse der Social Network Branche anfertigen.  Dabei lehne ich meine Vorgehenesweise an ein Schema von Dr. Jens Junge, dem Gründer von www.spielen.de an.

Dr. Junge schlägt vor zu Beginn einer Branchenanalyse erst einmal folgende Fragen beantworten: Den Rest des Beitrags lesen »

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Was jeder Unternehmer von Mark Zuckerberg lernen kann (Teil 2)

Wie bereits angekündigt beschäftigt sich mein heutiger Artikel mit der Innovationsstrategie von Facebook.

Grundsätzlich dienen Innovationen Unternehmen dazu, wettbewerbsfähig zu bleiben bzw. ihren Konkurrenten einen Schritt voraus zu sein.

Patrick Stähler, eine Koryphäe in der digitale Netzwerkökonmoie, sieht das Geschäftsmodell einer Unternehmung als gute Analyseeinheit der Innovationstrategie. Den Rest des Beitrags lesen »

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Was jeder Unternehmer von Mark Zuckerberg lernen kann (Teil 1)

Ich habe neulich einen sehr interessanten Bericht über Mark Zuckerberg gesehen, den ich euch mit diesem Artikel zusammenfassen möchte. Ich möchte ein paar Erfolgsfaktoren erklären, die Mark Zuckerberg zum erfolgreichsten Internet Entrepreneur der Welt gemacht haben!

Trotz jeglicher Kritik an der Person Mark Zuckerbergs kann man ihm eine Eigenschaft nicht abstreiten: Mark Zuckerberg ist ein sehr scharfsinniger Unternehmer. Anders als andere Entrepreneure, denkt Zuckerberg nicht in Wochen und Monaten, sondern in Jahren und Jahrzenten.

Er hat es immerhin als einziger geschafft Den Rest des Beitrags lesen »

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Facebook: Kampfansage an Google?

Ich weiß, dass mein Artikel etwas zu spät kommt, aber das war für mich aus zeitlichen Gründen einfach unvermeidbar.

Diese Woche werde ich nicht über StudiVZ berichten, sondern über Facebook, die es diese Woche überall in die Nachrichten geschafft hat. Denn anders als StudiVZ, ist Facebook weiter innovativ… Den Rest des Beitrags lesen »

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Lieber kopieren als gar nicht gründen?

Ich habe einen sehr interessanten Artikel vom IdeaLab!2010 gefunden, der sich mit der Thematik CopyCats auseinandersetzt. Es geht darum, ob man lieber mit einer neuen innovativen Idee gründen sollte oder ob es doch sinnvoller ist, ein vorhandenes Geschäftsmodell aufzugreifen und ggf. auszubauen.

In der Diskussion vom IdeaLab!2010 waren bekannte Persönlichkeiten Den Rest des Beitrags lesen »

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Wird es StudiVZ 2015 noch geben?-Ich sage: Nein!

Bei StudiVZ gibt es einfach keine neuen Innovationen. Wie ich bereits in meinen letzten Artikeln berichtet habe, schafft es StudiVZ lediglich bereits erprobte Features von Facebook zu imitieren, ohne mal selber etwas Neues auszuprobieren. StudiVZ ist und bleibt innovationsscheu. Den Rest des Beitrags lesen »

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Es wird Zeit für einen Strategiewechsel…!

Die letzten Monate waren dunkle Monate für die VZ-Netzwerke: Die drei gemeinsamCommunitys verloren fast 40 Mio Visits. Nach dem 10%-Rutsch kommen „StudiVZ“, „MeinVZ“ und „SchülerVZ“ noch auf 368,50 Mio Visits nach IVW-Zählung.

Der Verlust ist der traurige Höhepunkt der Visit-Talfahrt: Im Juli hatten die Holtzbrinck-Seiten bereits 23 Mio Visits eingebüßt, im August weitere 6 Millionen.

StudiVZ sind nicht die einzigen. Auch die anderen Communities hatten wenig zu lachen. „Wer-kennt-wen“ verlor 7 Mio Visits (gesamt: 156,36 Mio), „MySpace“ 5 Mio (33,73 Mio). ProSiebens „Lokalisten“ büßten „nur“ 2 Mio Visits ein, sind mit 24,37 Mio aber ohnehin abgeschlagen. Branchenliebling „Facebook“ ist bei der IVW-Auswertung nicht dabei.

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Weitere News über StudiVZ: Sie kopieren weiter…

Um offenbar die Coporate Identity der drei Netzwerke StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ zu steigern, soll es in naher Zukunft ein einheitliches Logo geben. Damit soll die Idee unterstützt werden, dass ein SchülerVZ-Mitglied nach seiner Schullaufbahn ins StudiVZ und nach seinem Studium ins MeinVZ wechselt. Macht eigentlich Sinn. Laut des basicthinking-Blogs wird es bald eine Art „Like“-Button bei StudiVZ geben. Wird selbstverständlich nicht so heißen, aber im Endeffekt nichts anderes sein. Da sollen sie mal jemand sagen, die VZ Netzwerke seien keine Copycats…

Hier der Link zum Blog: http://www.basicthinking.de/blog/2010/09/16/vz-netzwerke-bald-mit-neuem-logo-und-facebookschem-like-button-dmexco/

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